Kirsten Krüger

Statement
 

Ameisenzimmer (2003)
Meine Plastiken thematisieren Bilder und Atmosphären aus dem kollektiven menschlichen Grundvokabular. Es sind künstlich geschaffene Situationen, die stets und implizit auf mehrere Wahrnehmungsebenen abzielen. In der Materialität und in der Bildfindung verwende ich bewusst eine Symbolsprache, die ihr Geheimnis nicht über einen individuellen Code verschlüsselt, sondern in der Konzentration auf klar Erkennbares öffnet.

Das Inventar dieser Symbolsprache sind oft archaische Gegenstände wie eine Hütte, eine Schlafstatt oder eine Feuerstelle, aber auch moderne Zivilisationsräume wie etwa eine Bushaltestelle sowie Naturräume im Sinne eines dem Menschen gegebenen Zuhauses – in meist lebensgroßer Darstellung und häufig verteilt auf zwei oder mehr Objekte. Die verwendeten Materialien sind völlig gleichwertig künstlichen und natürlichen Ursprungs. Sie unterstützen in ihrer Beschaffenheit die Transformation der dargestellten Dinge.

Innerhalb dieses existenziellen Kontextes entsteht über die Symbolsprache ein Bezug auf Mythen und tradierte Bildfindungen, die jedoch nicht nachgestellt, sondern vom Betrachter assoziativ erschlossen werden. Die humane Qualität der dargestellten Orte wird zum Thema. Wenn sich dabei Irritationen, Verschiebungen oder neue Fragestellungen ergeben und eine insgesamt als unsicher empfundene Situation entsteht, ist das meine Absicht.

Den emotionalen Aspekt von Skulptur als etwas ursprünglich Greifbares, Körperliches nutze ich, um gezielt Assoziationen hervorzurufen. Ich öffne Räume für die Imagination des Betrachters.

Kirsten Krüger

 

Eine Auswahl an Katalog- und Redetexten (pdf Dokumente):

Texte
Rede zur Eröffnung der Ausstellung in der Galerie Peter Tedden in Düsseldorf (Anke Volkmer, 09/2011, 42kb)
Rede zur Eröffnung der Ausstellung in der Umtrieb Galerie für aktuelle Kunst in Kiel (Dr. Maren Welsch, 12/2005, 114kb)
Zeit - Zu einem Environment von Kirsten Krüger (Museum Baden Solingen, Dr. Stephan von Wiese, 06/2005, 47kb)
Rede zur Eröffnung der Ausstellung im Museum Baden in Solingen (Gisela Elbracht-Iglhaut, 07/2004, 54kb)
Orte der Wandlung - Körper des Übergangs: Skulpturengruppen von Kirsten Krüger (Katalogtext (Württ. Kunstverein Stuttgart), Dr. Jens Kräubig, 01/2004, 42kb)
Verlassene Orte - Zu den Raumskulpturen von Kirsten Krüger (D/F) (Kunst Forum d'Art Franco-Allemand, Dr. Stephan von Wiese, 10/1999, 341kb)

 
Katalog
Katalog der Stuttgarter Ausstellung (Württembergischer Kunstverein Stuttgart, Dr. Jens Kräubig, 02/2004, 1537kb)

URL: www.kirstenkrueger.de/de/texte/

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